Die Fakten – CBD wurde in einer anderen Pflanze als Hanf entdeckt
Ein brasilianisches Forschungsteam unter der Leitung von Valdir F. Veiga-Junior, Chemiker am Militärinstitut für Ingenieurwesen in Rio, hat in Scientific Reports die Ergebnisse einer überraschenden Studie veröffentlicht: den Nachweis von Cannabidiol, also CBD, in Trema micrantha, einem weit verbreiteten Strauch der tropischen Regionen Amerikas. Die Art gehört zur gleichen botanischen Familie wie Cannabis, den Cannabaceae, wurde jedoch bisher nie mit der Produktion von Cannabinoiden in Verbindung gebracht!
Die Forscher analysierten Blätter, Blütenstände und Früchte, die im Nationalpark Tijuca in Rio de Janeiro gesammelt wurden. Die Extrakte wurden mittels Chromatographie aufbereitet und anschließend mit Massenspektrometrie untersucht – eine Methode, die eine präzise Identifizierung der molekularen Zusammensetzung eines Probenmaterials ermöglicht.
Die Ergebnisse zeigen deutliche Spuren von CBD und seiner Säureform CBDA in verschiedenen Teilen der Pflanze. Außerdem weisen die chemischen Profile auf Signaturen hin, die anderen Cannabinoiden ähneln. Mit anderen Worten: Die Stoffwechselreaktionen, die im Hanf stattfinden, scheinen sich auch in dieser Pflanze zu wiederholen.
Die brasilianische Entdeckung sorgt für Uneinigkeit unter den Forschern…

Einige Wochen nach der Veröffentlichung in Scientific Reports versuchte ein weiteres Team der Universität São Paulo, die Analysen mit Proben derselben Art – jedoch aus anderen Regionen Brasiliens – zu reproduzieren.
Die in der Fachzeitschrift Plants veröffentlichten Ergebnisse zeigten keinerlei Spur von CBD oder anderen Cannabinoiden. Die Autoren liefern eine vorsichtige Erklärung: Einige phenolische Verbindungen in Trema micrantha können in bestimmten Tests eine ähnliche chemische Reaktion erzeugen wie CBD, ohne tatsächlich welchen zu enthalten.
Diese Uneinigkeit stellt die erste Studie jedoch nicht zwingend infrage. Die von dem Team aus Rio gemessenen Konzentrationen lagen im Bereich von Milliardstel Gramm pro Gramm Extrakt. Auf diesem Niveau kann die kleinste Abweichung in Methode oder Material das Ergebnis beeinflussen. Weitere Labore müssen daher bestätigen oder widerlegen, ob diese Pflanze tatsächlich CBD enthält.
Warum überhaupt nach CBD außerhalb von Cannabis suchen?
Der weltweite CBD-Markt überschritt 2023 die Marke von 5 Milliarden US-Dollar, und Prognosen sprechen von 47 Milliarden bis 2028. Dieses schnelle Wachstum erzeugt enormen Druck auf die Lieferkette: Cannabis ist in vielen Ländern – darunter Brasilien – weiterhin verboten, und selbst dort, wo der Anbau erlaubt ist, unterliegt er strengen Auflagen.
Eine alternative CBD-Quelle zu identifizieren würde die Versorgung diversifizieren und effizienter machen. Eine Pflanze, die nicht als Betäubungsmittel eingestuft ist, kann angebaut, verarbeitet und vermarktet werden, ohne die speziellen Genehmigungen, die die Branche heute verlangsamen. Für ein Pharmaunternehmen, einen Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln oder einen Online-Shop für CBD verbessert sich damit die gesamte logistische und wirtschaftliche Gleichung.
Cannabinoide sind nicht ausschließlich im Cannabis zu finden: Mehrere Studien haben gezeigt, dass auch andere Pflanzen ähnliche Moleküle produzieren – manchmal über völlig andere Stoffwechselwege. Bereits 2020 entdeckten thailändische Forscher CBD in einer lokalen Trema-Art. Das brasilianische Team reiht sich in diese Forschungsrichtung ein, die die natürliche Verbreitung von Cannabinoiden kartiert.
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Wenn eine so verbreitete Pflanze wie Trema micrantha CBD zuverlässig produziert, könnte sie in tropischen Regionen großflächig angebaut werden, in denen Cannabis nur schwer wächst. Die Produktionskosten würden sinken, und Länder ohne Zugang zu einem legalen Cannabismarkt könnten eigene Wertschöpfungsketten aufbauen – selbst dann, wenn der Konsum im Produktionsland weiterhin verboten bleibt. |
Werden wir eines Tages eine wirtschaftlich tragfähige CBD-Quelle außerhalb von Hanf finden?
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Die in Trema micrantha gemessenen Konzentrationen bleiben extrem gering: nur wenige Milliardstel Gramm pro Gramm Extrakt.
Sollte man CBD aus dieser Pflanze extrahieren wollen, wären die Kosten vermutlich um ein Vielfaches höher als bei der Gewinnung aus Industriehanf. Die Sorten Sativa und Indica enthalten nämlich ungleich höhere CBD-Werte.
Doch Trema ist nur ein Beispiel unter vielen, und die Frage stellt sich grundsätzlicher: Wird man irgendwo auf der Welt jemals eine Pflanze finden, die mit Hanf konkurrieren kann? Das ist alles andere als sicher. Hanf profitiert von jahrzehntelanger Züchtung, die zwei entscheidende Parameter optimiert hat:
- die CBD-Konzentration in den Blüten
- die einfache Extraktion
Die heutigen Kultivare produzieren Blütenstände, die reich an Cannabinoiden sind, und die Extraktionsverfahren – etwa mit überkritischem CO₂ oder mit Ethanol – sind industriell perfekt beherrscht. Eine alternative Quelle müsste vergleichbare Vorteile bieten oder ihre Schwächen durch andere Stärken ausgleichen, etwa durch schnelleres Wachstum, das Fehlen von THC (was eine lockerere Regulierung erleichtern würde) oder die Anpassung an klimatische Bedingungen, in denen Hanf schlecht gedeiht.
Der wirtschaftliche Stellenwert ist enorm… deshalb haben Forscher verschiedene Ansätze untersucht – bisher jedoch ohne großen Erfolg:
- Einige Unternehmen haben versucht, Cannabinoide über bakterielle Fermentation oder genetisch modifizierte Hefen zu produzieren. Zwar konnte im Labor CBD hergestellt werden, doch die Kosten liegen weit über denen von Hanf aus Freilandkulturen.
- Forschungsgruppen haben Cannabinoide in Pflanzen wie dem Helichrysum oder einigen Lebermoos-Arten nachgewiesen, doch die gemessenen Konzentrationen reichen derzeit für keine kommerzielle Nutzung aus.
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Im Jahr 2023 bestätigten Forscher des Weizmann-Instituts, dass das südafrikanische Helichrysum (Helichrysum umbraculigerum) CBG in Konzentrationen von bis zu 4,3 % des Gewichts seiner getrockneten Blätter produziert – ein außergewöhnlich hoher Wert! Doch CBG ist lediglich der Vorläufer von CBD in der Biosynthese der Cannabinoide… und Helichrysum verfügt nicht über die Enzyme, die für die Umwandlung des einen in das andere nötig wären. Bislang konnte keine Studie die wirtschaftliche Machbarkeit einer gesamten Wertschöpfungskette belegen, deren einziges Ausgangsmaterial CBG wäre. |
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Aus kommerzieller Sicht gehören alternative CBD-Quellen noch immer zur Science-Fiction. Wir sind vermutlich näher dran, extrem wohlhabende Touristen zum Mars zu schicken, als ein CBD-Öl aus Trema micrantha oder südafrikanischem Helichrysum zu produzieren! Keine dieser Ansätze wird vor Jahrzehnten – falls überhaupt – zu einer industriellen Lieferkette führen.
In der Zwischenzeit gibt es das beste CBD bei 321CBD! Unsere französischen, italienischen und schweizerischen Partnerbauern kultivieren Cannabis sativa und indica im Innenbereich (Indoor), im Freien (Outdoor) und im Gewächshaus (Greenhouse), damit Sie sich täglich entspannen, einen Schmerz lindern und einen gesunden und erholsamen Schlaf wiederfinden können!
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